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Konzeption

 

 

 

 des evangelischen

Kindergartens

„Schneckenhaus“

Gliederung

 

 

Vorwort

 

 

1.

Unser Leitbild

1.1

Wir respektieren Kinder

1.2

Alle sind Lernende und Lehrende

1.3

Lust und Freude am Lernen wecken

1.4

Spielen und Lernen gehören zusammen

1.5

Ein ganzer Tag und noch viel mehr

 

 

2.

Miteinander mit Kleinen und Großen

2.1

Auch die Jüngsten haben bei uns Platz

2.2

Betreuung der Schulkinder

 

 

3.

Bildungsangebote und

 

Lernfelder, die wir gemeinsam begehen

3.1

Religiöse Erziehung

3.2

Sprachförderung

3.3

Mathematische Bildung

3.4

Musische Erziehung

3.5

Natur- und Sachbegegnung

3.6

Gezielte Förderung der Vorschulkinder

3.7

Bewegungserziehung

3.8

Gruppenübergreifende Angebote

3.9

Rituale im Alltag

3.10

Soziale Vernetzung

 

 

4.

 Elternarbeit

 

 

 Schlusswort

 

 

Vorwort

 

Wenn sie die nachfolgenden Seiten lesen, werden sie den Eindruck bekommen:

„Mein Kind wird hier sehr beschenkt!“

Wie vielfältig der Gewinn ist, den ihr Kind durch den Besuch in unserem Kindergarten hat, wird ihnen von Seite zu Seite bewusster.

 

Ich wünsche mir, dass sie die Fülle an Positivem, mit dem ihr Kind gefördert wird, im Auge behalten, wenn es einmal Anlass zu Kritik geben sollte und dass sie als Eltern im Gespräch mit den Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen helfen, dem Wohl ihres Kindes dienen.

Der Kirchenvorstand und ich als dessen Vorsitzender sind mit der Leitung des Kindergartens betraut und sind bemüht, unsere Entscheidungen so zu treffen, dass die Mitarbeiterinnen alle Freiheiten haben, ihre Gaben und Fähigkeiten einzubringen und damit ihr/e Kind/er optimal gefördert werden.

Pfr. Schuster

 

 

1. Unser Leitbild

 

„Kinder sind ein Geschenk des Herrn“

Psalm 127,3  (Hoffnung für alle)

 

Als Geschenk empfinden wir alle Menschen, insbesondere Kinder, die uns anvertraut sind.

Die Weitergabe von Gottes uneingeschränkter Liebe steht im Mittelpunkt unseres Tuns.

Die Vermittlung des christlichen Glaubens und christlicher Praktiken zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte pädagogische Arbeit.

Wir verstehen uns als steter Ansprechpartner, Vertrauensperson und Wegbegleiter der Kinder. Dabei bereiten wir jedes Kind individuell auf die verschiedensten Situationen sowie Anforderungen des alltäglichen Lebens vor.

Weiterhin unterstützen wir das Kind in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Dabei beziehen wir die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes mit ein, damit sich das Kind immer akzeptiert und geborgen fühlt.

Wir legen sehr großen Wert darauf, den Eltern jederzeit als Erziehungspartner und Wissensvermittler zur Seite zu stehen.

Unsere Einrichtung ist für alle Konfessionen und Nationalitäten offen. Die Annahme jedes Menschen, egal welcher Herkunft, ist für uns selbstverständlich und Ausdruck unserer Nächstenliebe.


1.1               Wir respektieren Kinder

Jedes Kind ist eine von Gott gegebene, individuelle Persönlichkeit. Es ist neugierig und empfindsam. Es erforscht aktiv sich selbst und seine Umwelt und eignet sich dabei Wissen an.

Wir respektieren jedes Kind in seiner eigenen Art und achten auf sein Wohlergehen.

Ein Kind darf niemals beschämt werden!

Bildung im frühkindlichen Alter ist ein sozialer Prozess. Lernen findet in konkreten Situationen und im Austausch mit Anderen statt.

Jedes Kind bekommt bei uns die Chance seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und seinem Entwicklungsstand entsprechend an gezielten Lernangeboten, altersgerechten Beschäftigungen und individuellen Einzelförderungen teil zu nehmen.


1.2             
Alle sind Lernende und Lehrende

 

„Vor Gott sind alle Menschen gleich“

 

Erziehung und Bildung sind bei uns ein auf Dialog ausgerichtetes Geschehen zwischen gleichwertigen Personen. Die Rolle des Erziehers ist eine impulsgebende, liebevolle und annehmende Begleitung im Entwicklungsprozess des Kindes. Mit dem Kinde werden klare Regeln und Grenzen vereinbart. Die Kinder werden z.B. durch Kinderkonferenzen in Entscheidunsprozesse mit eingebunden.

Wir als Erzieher haben durch unsere Vorbildfunktion die Verantwortung, dass alle besprochenen und vereinbarten Abläufe und Regeln Gültigkeit haben.


1.3             
Lust und Freude am Lernen wecken

Jedes Kind ist von Natur aus wissbegierig und aufgeschlossen seiner Umwelt gegenüber. Es hat Spaß daran, immer wieder neue Dinge zu erfahren.

Durch abwechslungsreiche Lernangebote wird die Freude und Lust am Lernen geweckt. Unsere wichtigste Motivation ist das auf den individuellen Unterschied eingehende Lob.

Die Stärken der Kinder zu erkennen und zu fördern ist uns wichtig. Gleichzeitig werden die Kinder ihre Schwächen erkennen. Wir werden sie darin unterstützen, diese zu akzeptieren und gegebenenfalls daran zu arbeiten.


1.4             
Spielen und Lernen gehören zusammen

„Kinder spielen wenn sie lernen und lernen wenn sie spielen“

Grundlegend für die elementare Bildung von Kindern sind sinnliche Wahrnehmung, Bewegung und Spiel.

Durch altersentsprechendes Spielmaterial und abwechslungsreiche Raumgestaltung und -aufteilung können die Kinder ihr Spielbedürfnis stillen.

Das Spielen mit anderen Kindern schult das Kind im sozialen Bereich und in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Es übt je nach Spielauswahl Konzentration, Sprachfertigkeit, Kreativität, Konfliktfähigkeit und Geschicklichkeit.

Da sich Kinder über Bewegungserfahrungen Wissen über ihre Umwelt, aber auch über sich selbst, ihren Körper und ihre Fähigkeiten aneignen, bieten unsere großzügigen Räumlichkeiten genügend Freiraum. Zusätzlich haben die Kinder in abgeteilten Kleinspielzonen ausreichend Möglichkeit, ihr Ruhebedürfnis zu stillen.


1.5             
Ein ganzer Tag und noch viel mehr

Die Gestaltung des Tagsablaufs berücksichtigt die Bedürfnisse und den Entwicklungsstand der Kinder.

Freispielphasen in denen die Kinder selbständig Material, Beschäftigung und Spielpartner auswählen können, wechseln sich mit angeleiteten Spielangeboten ab.  Gezielte Lernarrangements holen einzelne Kinder oder Kleingruppen zu persönlichen Auferbauung ab.

Um täglich strukturierte Lernsituationen anbieten zu können, muss es möglich sein innerhalb der Kernzeit weitgehend ungestört pädagogisch zu arbeiten.

 

 

2.0       Miteinander mit Kleinen und Großen

„Miteinander – Füreinander“

Dem einzelnen Kind erschließt sich in unseren altersgemischten Kindergartengruppen von 2 -6 Jahren ein sehr großes Lernfeld.

Die Jüngeren lernen sehr stark durch die Vorbildfunktion der Älteren und erfahren schon sehr bald Annahme und Akzeptanz in einer Gruppe.

Die älteren Kinder lernen Rücksicht und Verständnis den Jüngeren und Schwächeren gegenüber und nehmen sich und ihre Umwelt bewusster wahr und werden in ihrem Selbstwert gestärkt.

 

2.1              Auch die Jüngsten haben bei uns Platz

Bereits Kinder ab 2 Jahren werden bei uns voll und ganz in die Kindergartengruppen integriert. Sie werden unter Berücksichtigung ihres frühkindlichen Spiel- und Sozialverhaltens ganz individuell an den Kindergartenalltag herangeführt.

Wir unterstützen die Kinder und auch die Eltern bei der Eingewöhnung in unsere Tageseinrichtung.

Eine freundliche Aufnahme von neuen und sehr jungen Kindern in die einzelnen Gruppen soll den Eintritt erleichtern. Gesprächsbereitschaft mit den Eltern und eine individuelle Begleitung bei Neu – Einsteigern, die den allgemeinen Kindergartenalltag nicht stört, ist für uns selbstverständlich.

Kinder mit 2 Jahren können noch „Wickelkinder“ sein.

 

2.2            Betreuung der Schulkinder

Der Übertritt in die Grundschule ist für die Kinder ein entscheidender Schritt in ihrem Entwicklungsprozess.

Der Bedarf vieler Eltern nach Betreuung im Anschluss an den Unterricht und in den Ferienzeiten ist stark vorhanden.

Wir bieten den Kindern nach dem Unterricht ein zurückgehen in den nahe gelegenen, bekannten Kindergarten und die Betreuung durch vertraute Bezugspersonen. Das erleichtert den Kindern den Neueinstieg in das Schulleben.

Die Kinder werden in einer reinen Hortgruppe im Alter von 6 – 10 Jahren betreut. Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, die Hausaufgaben in einem separaten Raum, unter Aufsicht, zu machen.

In den Ferien können die Kinder, je nach Buchungsverhalten der Eltern, den ganzen Tag die Tageseinrichtung besuchen. Spezielles Ferienprogramm und altersgerechte Ferienangebote machen die Schulferien in der Tageseinrichtung attraktiv und stärken das Gruppengefühl der „Großen“.

 

3.0 Bildungsangebote und Lernfelder, die wir gemeinsam begehen

Für uns als Kindergartenteam ist es wichtig, die Kinder in überschaubare Gruppen aufzuteilen und damit den Kindern Geborgenheit durch ein vertrautes Umfeld zu geben. Zusätzlich können die Kinder, durch eine begrenzte Anzahl von festen Bezugspersonen, Vertrauen aufbauen und stark werden. Für die Eltern sind die Ansprechpartner in Erziehungsfragen auch klar definiert und geben den Eltern Sicherheit und den zuständigen Erziehern die Möglichkeit zur Wegbegleitung während der gesamten Kindergartenzeit.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit der Begegnung der Gruppen oder Einzelner untereinander.

 

3.1 Religiöse Erziehung

 

„Wer einem Kind begegnet,

begegnet Gott auf frischer Tat.“

 

Die religiöse Erziehung ist der wesentlichste Teil unserer Gesamterziehung. Frühe Erfahrungen von Annahme und Geborgenheit, von Liebe und Zuwendung, Toleranz und Vergebung sind Grunderfahrungen, die in unseren täglichen Umgang miteinander einfließen.

Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit mit einem Reichtum an Gefühlen. Es kennt die Auseinandersetzung mit der Angst, ist ausgelassen vor Freude, sein Leben ist erfüllt mit Hoffnung und Versagen, mit Enttäuschung und Erfolg.

 

-         Wir akzeptieren die Schwächen und Stärken des Kindes und erkennen ihre Gaben und Grenzen

-         Wir vermitteln biblisch fundierte Werte, die für ein friedvolles Zusammenleben nötig sind

-         Die Kinder bringen ihre Fähigkeiten zum Nutzen aller ein ( z.B. bei der Übernahme von kleinen Diensten) und erfahren Lob und Anerkennung

-         Die Kinder lernen, Konflikte auszuhalten, Lösungen zu erarbeiten, sind für Kompromisse bereit und verzichten auf gewaltsame Auseinandersetzungen

-         Wir sprechen Fehlverhalten an und erfahren Vergebung

-         Die Kinder erfahren Grenzen ihres eigenen Könnens und machen sich gegenseitig Mut, Niederlagen auszuhalten, Misslungenes wird neu angepackt und nicht bloßgestellt und das Selbstvertrauen der Kinder dadurch gestärkt.

-         Wir fördern einen bewussten Umgang mit der Schöpfung, der Natur und Umwelt

-         Die Kinder bekommen Hilfestellung bei Erfahrungen über Werden und Vergehen; z.B. ein neues Geschwisterchen, ein Todesfall in der Familie, Verlust von lieb gewonnenen Haustieren oder das Verwelken von Pflanzen

-         Wir denken an andere und unterstützen die Hilfsbedürftigen; z.B. mit Geld– und Sachspenden für unseren Partnerkindergarten „Pinocchio“ in Rumänien

Wir beschäftigen uns mit zentralen Symbolen und religiösen Inhalten 

-         mit biblischen Erzählungen und christlichen Legenden (z.B. Nikolauslegende)

-         Wir kommen durch Gebete mit Gott in Beziehung; z.B. durch das Erlernen von Tischgebeten, allgemeine Gebete wie das Vaterunser und auch durch freie Gebete

-         Die örtlich nah gelegene evangelische Kirche ist für uns immer offen und ermöglicht auch spontane Besuche; z. B. bei oder nach einem Spaziergang. Den Kindern vermitteln wir dadurch, dass Kirche etwas alltägliches, zu unserem Leben dazugehörendes ist.

Wir feiern die religiösen Feste im Jahreskreislauf. Kinder lieben und genießen Feste und leben in freudiger Spannung und Erwartung von einem Fest zum nächsten.

So gestalten und feiern wir religiöse Feste wie: 

-         Ernte-Dank mit einem Besuch in der Kirche

-         St. Martin mit einer kleinen Andacht und einem Laternenumzug

-         Adventsfeier zum Einstimmen in die Adventszeit

-         Nikolaus, der uns besucht und beschenkt

-         Weihnachten, an dem wir den Geburtstag von Jesus feiern

-         Ostern mit Karfreitag, als Fest der Vergebung und der Auferstehung

-         Pfingsten, das Fest der ersten Gemeinde und die Ausgießung des Hl Geistes 

Diese Feste erleben wir als Höhepunkte und der Sinn und Inhalt dafür darf nicht verloren gehen.

Der Träger der Einrichtung ist die örtliche evangelische Kirchengemeinde. Wir betreuen Kinder aller Konfessionen und Religionen und sind offen, tolerant und verständig im Umgang miteinander.

 

3.2  Spracherziehung

 

Die Sprache ist das wichtigste Mittel des sozialen Kontaktes. Sprechen und Denken stehen in einer engen Wechselbeziehung. Die Sprachförderung im Kindergarten unterstützt die Kinder in ihrer Gesamtentwicklung.

Im Regelfall verfügen Kinder beim Eintritt in den Kindergarten über grundlegende Sprachstrukturen. Sie verstehen Sprache und können sich mit ihrer Hilfe mitteilen. Wir unterstützen die Sprachentwicklung der Kinder in unserer Einrichtung durch:

 

-         Gespräche mit dem einzelnen Kind, der Kleingruppe oder der Gesamtgruppe

-         Das Erlernen von Liedern und Kreisspielen

-         Reime, Fingerspiele und Gedichte

-         Besuch unserer Vorlese – Oma

-         Vorlesen, Betrachten  und Erzählen von Bilderbüchern, Geschichten und Märchen und erste Begegnungen mit der Schrift = Literacy – Erziehung

Die Freispielzeit fordert die Kinder auf ganz natürliche Weise heraus, mit anderen zu kommunizieren:

 

-         Bei Rollenspielen in der Puppen– oder Bauecke

-         Bei Gesellschaftsspielen am Tisch

-         Bei gemeinsamen Mahlzeiten 

Die unterschiedlichen Formen des Dialektes werden bei uns akzeptiert und wertgeschätzt.

Spracherziehung ist ein fester Bestandteil unser täglichen Arbeit und trägt dazu bei, dass die Kinder: 

-         Freude haben, sich mitzuteilen

-         ihren Wortschatz erweitern

-         sich sprachlich ausdrücken und Handlungszusammenhänge schildern können

-         frei sprechen vor einer Gruppe

-         lernen, anderen zuzuhören

-         einfach Spaß an Sprache haben

 

3.3  Mathematische Bildung

Mathematische Grunderfahrungen fliesen ganz unbemerkt in den Alltag der Kinder mit ein. Geometrische Formen, Umgang mit Zahlen und Mengen, Zeitabläufe und der erste Umgang mit Geld sind Dinge, die den Kindern überall fast täglich begegnen.

Ziel unserer mathematischen Bildung ist es, den Kindern ihrem Alter entsprechend, mathematische Inhalte sinnlich erfahrbar zu machen und darauf aufbauend, die Förderung der Fähigkeit diese Inhalte auch sprachlich auszudrücken.

Geometrische Formen und die Raum – Lage – Beziehung begegnen und erlernen die Kinder im Kindergartenalltag z.B.: 

-         im Morgenkreis ( die Kreisform erleben und wahrnehmen)

-         durch unterschiedlichstes Spielmaterial: 

-         Fädelmaterial(Kugeln, Quadrate…)

-         Puzzles

-         Konstruktionsmaterial

-         Bausteine

-         Durch Körperwahrnehmungsspiele und Bewegungsstunden ( Begriffe wie oben – unten, vor – hinter werden geschult) 

Der Umgang mit Mengen und Zahlen wird gefördert:

 

-         durch einfache Abzählreime und Zahlenspiele

-         mit dem Abmessen und Wiegen von unterschiedliche Materialien (z.B. beim Kuchenbacken, wer ist der Größte in unserer Gruppe oder wie viele Kinder sind heute da?)

 

Das Erfassen von Zeitabläufen und Zeitpunkten erfahren die Kinder durch einen klar strukturierten Tagesablauf und immer wiederkehrende feste Punkte wie z.B. der Morgenkreis oder das gemeinsame Frühstück.

 

3.4  Musische Erziehung

Kinder haben eine natürliche Freude an der Musik. Grundsätzlich ist jedes Kind offen und bereit die Welt der Musik in sich aufzunehmen und sich auf musikalische Weise auszudrücken. Das Kind erlebt durch die Musik Entspannung, Aufmunterung und Lebensfreude. Es kann seine Gefühle zum Ausdruck bringen und erfährt dadurch ein Ausgeglichensein.

Im Rahmen der musikalischen Erziehung und Bildung in unserer Tageseinrichtung sollen die Kinder die Welt der Musik in ihrer Vielfältigkeit erfahren.

Medien wie CD-Player und Cassettenrekorder stehen den Kindern in ihrer Freispielzeit zur Verfügung. Je nach Stimmung der Kinder ist es ihnen möglich, Musik ungestört zu hören und auch in Bewegung umzusetzen. Rhythmus erleben, dazu bewegen oder tanzen fördert zusätzlich die körperliche Entwicklung und das Körperbewusstsein des Kindes.

Durch gemeinsames Singen und musizieren stärken wir das Gemeinschaftsgefühl und das Miteinander in der Gruppe und fördern die Sprachfertigkeit.

Außerdem  lernen die Kinder durch die Musik: 

-         aufmerksames Zuhören

-         Liedtexte und Melodien aufnehmen und merken

-         aufeinander hören 

Aktive Beteiligung der Kinder durch Rhythmusinstrumente, z.B. bei Klanggeschichten, oder auch selbst konstruierte Instrumente machen die Musik ganzheitlich erfahrbar.

Die Möglichkeit, sein Kind bei der Musikschule teilnehmen zu lassen kann in unseren Räumen wahrgenommen werden.

  

3.5  Natur- und Sachbegegnung 

Der Aufenthalt in der Natur gehört zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit. Das Eingebundensein in den jahreszeitlichen Rhythmus und der beständige Kontakt mit der Natur schaffen eine ganzheitliche Erfahrung (tasten, hören, riechen, sehen, schmecken) mit unserer Umwelt. Regelmäßige Wald – u. Wiesentage lassen die Kinder die nahe Umgebung wie Wald, Wiese und See in ihrem natürlichen Jahreskreis erleben. Tier – und Naturbeobachtungen erleben die Kinder in unserer Einrichtung mit allen Sinnen:

 

-         Am See Kaulquappen beobachten

-         Hören wie die Frösche quaken, die Vögel zwitschern

-         Das Sehen und Erspüren von Herbstlaub im Wald

-         Auf dem zugefrorenen See laufen

Der Besuch beim zuständigen Förster erweitert zusätzlich das Verständnis von Natur.

Die Bewegung in freier Natur ist auch ein Gegenpol zu  mangelnden Bewegungsräumen und bietet den Kindern, auch durch unwegsames Gelände, die Möglichkeit zur Wahrnehmung des eigenen Körpers. Fein-  und Grobmotorik, Koordination, Ausdauer und Kraft werden gefördert.

Durch den Erwerb von Kenntnissen über die Schönheit und Verletzbarkeit der Natur fördern wir die Achtung und Rücksichtnahme auf Gottes Schöpfung und den Schöpfer selbst.

 

3.6  Gezielte Förderung der Vorschulkinder

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt für uns bereits mit dem Eintritt in unsere Tageseinrichtung. Die Förderung der Selbständigkeit, Gruppenerfahrungen, Sprachförderung, motorische Kompetenz gehören ebenso zur Schulvorbereitung wie das Einüben kognitiver Fähigkeiten. Basiskompetenzen, wie Kommunikations– und Konfliktfähigkeit und der feinmotorische Umgang mit Stiften, Schere und Kleber sind Förderbereiche, die sich nicht erst auf das letzte Jahr beschränken.

Speziell im Jahr vor der Einschulung werden die Kinder unserer Einrichtung noch gesondert gefördert. Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule soll ihnen dabei so leicht und positiv wie möglich gemacht werden.

Das „Würzburger Trainingsprogramm“ bringt den Kindern den Umgang mit Wörtern, Anlauten, Reimen und Silben näher und erleichtert den zukünftigen Schulkindern das Lesen und Schreiben lernen.

Durch gezielte und themenbezogene Arbeitsblätter lernen die Kinder selbständiges Arbeiten und haben Begegnung mit der Schriftkultur.

Es ist uns ein großes Anliegen, die Vorfreude der Kinder auf die Schule zu unterstützen und zu fördern.

 

3.7  Bewegungserziehung

Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen.

Junge Kinder erschließen und entdecken die Welt zu sich selbst zuallererst über die Bewegung. Sie ist für sie unerlässlich, wenn es darum geht, grundlegende Einsichten über ihre Person und ihre Umwelt zu gewinnen.

Unser Ziel ist es, dem Bewegungsdrang der Kinder genügend Raum zu geben und die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten altersgerecht zu unterstützen, zu erweitern und zu verbessern.

In unserem großen, zentral gelegenen Turnraum bieten wir den Kindern regelmäßige Turnstunden mit gezielten und freien Bewegungsangeboten, z.B.: 

-         Ballspiele zur Förderung der Hand – Auge – Koordination

-         Klettern an der Sprossenwand stärkt das Selbstwertgefühl und die Geschicklichkeit

-         Gemeinschaftsspiele zur Stärkung des Gruppengefühles

-         Fang- und Laufspiele

-         Turnen mit Seilen, Kegeln, Sandsäckchen ... 

Unser großzügig angelegter Garten bietet allen Kindern die Möglichkeit zu schaukeln, laufen, springen, klettern, rutschen, balancieren und verstecken.

In unserer Einrichtung stehen den Kindern die großräumige Eingangshalle mit vielen Fahrzeugen und der Turnraum mit vielfältigen Spielgeräten nachmittags zur Verfügung.

  

3.8  Gruppenübergreifende Angebote

 

Unsere Tageseinrichtung ist trotz fest eingeteilter Gruppen offen für ein gruppenübergreifendes Arbeiten.

Für jeden Mitarbeiter ist die ganzheitliche Verantwortung für alle Kinder z.B. im allgemeinen Garten oder bei gemeinsamen Ausflügen selbstverständlich.

Das Vorbereiten und die Durchführung folgender Veranstaltungen geschieht gemeinsam und gruppenübergreifend:

 

-         Ernte-Dank- Feier

-         Martinsumzug

-         Nikolaus – und Weihnachtsfeier

-         Besuche der Vorlese – Oma

-         Sommerfest

-         Ausflüge

-         Vorschulübernachtung 

Für alle Kinder gibt es die Möglichkeit „Freunde“ aus anderen Gruppen zu besuchen. Auch alle Räumlichkeiten und das gesamte Personal sind für alle Kinder bekannt und werden mit der Zeit vertraut.

 

3.9  Rituale im Alltag

 

Rituale und immer wiederkehrende Alltagsbegebenheiten bieten den Kindern Sicherheit und vermitteln ein vertrautes Umfeld.

Es ist uns wichtig, die Kinder am Morgen persönlich zu begrüßen und dadurch jede individuelle Stimmung der Kinder aufzunehmen. Der Morgenkreis gibt den Kindern Struktur und Orientierung für den Tagesablauf. Jedes Kind wird dabei wahrgenommen und aktuelle Probleme können dabei angesprochen und bearbeitet werden.

Das Gebet vor dem gemeinsamen Essen lenkt den Blick der Kinder auf den Schöpfer, von dem alles kommt und sie lernen, nicht alles als selbstverständlich anzusehen.

Die Verabschiedung beim nach Hause gehen schließt die persönliche Begegnung mit dem einzelnen Kind ab.

Als besonderes Ritual empfinden alle Kinder ihre persönliche Geburtstagfeier. Mit Geburtstagslied, Geschenk und Gebet möchten wir den Kindern vermitteln, dass sie einmalig und wertvoll sind. Das Kind darf an diesem Tag in besonderer Weise die Freude über sein Dasein erleben.

 

3.10  Soziale Vernetzung

 

Unsere Einrichtung ist ein fester Bestandteil der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde. Darüber hinaus ist der Kindergarten fest eingebunden in die Marktgemeinde Heiligenstadt und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, dem Bauhof und der freiwilligen Feuerwehr.

Es ist unser Anliegen, die Öffentlichkeit bei verschiedenen Veranstaltungen mit einzuladen, z.B.:

 

-         Martinsumzug

-         Sommerfest

-         Gottesdienste 

Im örtlichen Mitteilungsblatt informieren wir die Öffentlichkeit regelmäßig über Wissenswertes in Bezug auf unsere Einrichtung. Auch sind wir um die Berichterstattung im FT und NN bemüht.

Regelmäßige Besuche bei ortsansässigen Geschäften und Institutionen wie Bäckerei, Feuerwehr oder Zahnarztpraxis gehören zu unseren Veranstaltungen.

Der Kindergarten ist immer offen für Schnupperpraktikanten von Haupt- und Realschule und Gymnasium. Auch Kinderpflegepraktikanten(innen) können ihr Praktikum bei uns ableisten.

Die örtliche Volkstanzgruppe für Kinder, die „Schneckla“, nutzen am Nachmittag unsere Räumlichkeiten und sind somit auch für Kindergartenkinder attraktiv.

Ein jährlicher Besuch im Alten- und Pflegeheim trägt zur Beziehung zwischen den Generationen bei.

Zum Wohl jedes einzelnen Kindes halten wir den Kontakt zu z.B.: 

-         logopädischen Fachkräften

-         Ergotherapeuten

-         dem Jugendamt

-         integrativem Fachdienst

-         Frühförderstellen 

Großen Wert legen wir auch auf eine gute Kooperation mit den Lehrern der Grundschule.

 

Ein wichtiger Punkt unserer sozialen Vernetzung ist der Kontakt und die Partnerschaft zum Kindergarten Pinocchio in Rumänien. Über den örtlichen Missionsverein unterstützten die Kinder und Eltern diesen Kindergarten mit Sach– und Geldspenden, wie z.B. der Weihnachtspäckchenaktion.

 

4.0 Elternarbeit

 

Eltern sind die „natürlichen“ Erzieher, die vorrangigen Bezugspersonen und Spezialisten für ihr Kind.

Wir streben eine Erziehungspartnerschaft zum Wohle der Kinder an. Das Gespräch und der Austausch über Erziehungsziele und –stile sind uns sehr wichtig.

Die Einrichtung ist schon bei der Anmeldung der Kinder zum „reinschnuppern“ offen. Ein Informationsabend zum Einstieg für die Eltern und Schnuppertage für die Kinder sollen den Kindergartenstart für alle erleichtern.

Die Eltern werden in regelmäßigen Elternbriefen über das Gruppengeschehen informiert.

Nach terminlicher Absprache können Einzelgespräche über den Entwicklungsstand des Kindes, Wünsche der Eltern und Austausch zur optimalen Zusammenarbeit wahrgenommen werden.

Die Reflektion nach neuen und größeren Veranstaltungen führen wir mit Elternbefragungen durch.

Mit kleinen Veranstaltungen wie z.B.: 

-         Elternnachmittage

-         Bastelabende

-         Weihnachtsfeier 

wollen wir die Kindergartenarbeit für die Eltern transparent werden lassen.

Durch themenbezogene Elternabende mit Fachreferenten stehen wir den Eltern als Erziehungspartnern zur Seite.

Das Mitwirken bei größeren Veranstaltungen wie z.B. Sommerfest oder Martinsumzug fördert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Personal zum Wohle der Kinder.

In unserer Einrichtung gibt es Elternvertreter, die jährlich neu von allen Eltern gewählt werden können.

 

Wir verstehen uns als Erziehungs- und Bildungspartner, die unter Berücksichtigung jeder individuellen Familiensituation bestrebt sind, das Bestmöglichste für das uns anvertraute Kind zu erreichen. 

 

Schlusswort

 

Kinder gehen in ihrer Entwicklung eigene, individuelle Wege an denen wir nur dann teilhaben können, wenn es uns gelingt einen Ort der Geborgenheit, Sicherheit und Vertrautheit zu schaffen. Es ist uns ein großes Anliegen, ihrem Kind den Raum zu geben, an dem es sich nach seinen Möglichkeiten entwickeln kann. In dem Bewusstsein, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes ist, begegnen wir uns auf einem kleinen, aber bedeutenden Stück seines Lebensweges und sind dankbar, dass wir an diesen Geschenken teilhaben und mitwirken dürfen.

 

Ihr Kindergartenteam